Titantetrachlorid CAS-Nr. 7550-45-0
CAS-Nummer: 7550-45-0
Chemische Formel:Cl4Ti
Synonyme:
Titan(IV)-chlorid, 1M Lösung in Dichlormethan
Titan(IV)-chlorid, 1M Lösung in Toluol
Titan(IV)-chlorid (14 % in Dichlormethan, ca. 1,0 mol/L)
Mindestbestellmenge (MOQ): 1 FCL (Full Container Load)
Aussehen:Gelbe Flüssigkeit
Titantetrachlorid CAS-Nr. 7550-45-0
Titanerz wurde 1791 erstmals im Strandsand von Cornwall von dem englischen Geistlichen William Gregor entdeckt. Die genaue Identifizierung des Oxids erfolgte einige Jahre später durch den deutschen Chemiker M. H. Klaproth, der dem metallischen Bestandteil dieses Oxids den Namen Titan gab, nach den Titanen der griechischen Mythologie. Reines metallisches Titan wurde erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt 1910, von M. A. Hunter am Rensselaer Polytechnic Institute in Zusammenarbeit mit der General Electric Company hergestellt. |
Chemische Eigenschaften von Titantetrachlorid |
Schmelzpunkt |
−25 °C (Lit.) |
Siedepunkt |
135–136 °C (Lit.) |
Dichte |
1,73 g/ml bei 20 °C (lit.) |
Dampfdruck |
50 mm Hg ( 55 °C) |
Brechungsindex |
1.61 |
Fp |
46 °F |
Lagertemperatur |
Bereich für brennbare Stoffe |
Löslichkeit |
H₂O: löslich |
bilden |
Lösung |
Spezifisches Gewicht |
1.726 |
Farbe |
Hellgelb bis Dunkelbraun |
Wasserlöslichkeit |
reagiert |
Empfindlich |
Feuchtigkeitsempfindlich |
Hydrolytische Empfindlichkeit |
8: Reagiert schnell mit Feuchtigkeit, Wasser und protischen Lösungsmitteln |
Merck |
14.9478 |
Expositionsgrenzen |
ACGIH: TWA 50 ppm |
Dielektrizitätskonstante |
40,0 (Umgebungstemperatur) |
Stabilität: |
Stabil. Reagiert mit Wasser. Unverträglich mit Feuchtigkeit, Ammoniak, Aminen, Alkoholen, Kalium und anderen chemisch aktiven Metallen. |
InChI |
1S/4ClH.Ti/h4*1H;/q;;;;+4/p-4 |
InChIKey |
XJDNKRIXUMDJCW-UHFFFAOYSA-J |
LÄCHELT |
[Ti+4].[Cl-].[Cl-].[Cl-].[Cl-] |
CAS-Datenbankreferenz |
7550-45-0 (CAS-Datenbankreferenz) |
NIST-Chemiereferenz |
Titantetrachlorid (7550-45-0) |
EPA-Stoffregistersystem |
Titantetrachlorid (7550-45-0) |
Sicherheitsinformationen |
Gefahrencodes |
C,F,Xi,T |
Risikohinweise |
36/37/38-67-65-63-48/20-34-14-11-23-40-37-48/23-39/23-20/21/22-36/38 |
Sicherheitshinweise |
26-7/8-62-46-45-36/37/39-24/25-23-16-60 |
RIDADR |
UN 3289 6.1/PG 2 |
WGK Deutschland |
2 |
RTECS |
XR1925000 |
F |
21 |
TSCA |
TSCA gelistet |
Gefahrenklasse |
8 |
Verpackungsgruppe |
II |
HS-Code |
28273990 |
Speicherklasse |
6.1B – Nicht brennbar, akut giftig Kat. 1 und 2 |
Gefahrenklassifizierungen |
Akute Tox. 1 Einatmen |
Daten zu Gefahrstoffen |
7550-45-0 (Daten zu Gefahrstoffen) |
Toxizität |
Es kommt in der Natur nicht vor. Es wird aus titanhaltigen Mineralien hergestellt und dient zur Gewinnung von metallischem Titan, Titandioxid und anderen Titanverbindungen. Aufgrund seiner Reaktion mit Wasser, bei der Salzsäure entsteht, reizt es Haut, Augen, Schleimhäute und Lunge. Übermäßige Exposition kann zu chemischer Bronchitis, Lungenentzündung und Tod führen. Der Kontakt mit flüssigem Titantetrachlorid kann schwere Verätzungen verursachen. Obwohl Langzeitstudien mit hohen Dosen bei Nagetieren Lungentumore hervorriefen, haben die IARC und andere Behörden Titantetrachlorid nicht als potenziell krebserregend für den Menschen eingestuft. |
Produktanwendung von Titantetrachlorid CAS-Nr. 7550-45-0
Titantetrachlorid dient als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Titanmetall, Titandioxid, Titan(II)-chlorid-Pigmenten, irisierendem Glas und künstlichen Perlen sowie als Ausgangsmaterial für verschiedene organische und anorganische Titanverbindungen. Aufgrund seiner Säure und Oxophilie wird es auch als Farbstoff, Polymerisationskatalysator und Katalysator in zahlreichen organischen Synthesen eingesetzt. Früher wurde Titantetrachlorid in Kombination mit Ammoniak als Rauchgas für militärische Zwecke verwendet; aufgrund seiner stark reizenden und korrosiven Eigenschaften in flüssiger und rauchiger Form wird es jedoch nur noch selten militärisch genutzt. Die Umwandlung von Tetrachlorid in Titanmetall erfolgt durch Reduktion von Chlorid mit Magnesium, wobei Titanmetall und Magnesiumchlorid entstehen. Dieses Verfahren wird nach seinem Erfinder als Kroll-Verfahren bezeichnet.
2 Mg + TiCl4 → 2 MgCl2 + Ti
FaktFabrik- und Ausrüstungsmesse
Schnelle Lieferzeit
Lagerbestand 2-3 Werktage, Neuproduktion 7-10 Werktage


