Tanninsäure CAS-Nr. 1401-55-4
CAS-Nummer: 1401-55-4
Chemische Formel:C76H52O46
Synonyme:
Kastanientannin
abcolsumack19
abcoltannicacidtech
Mindestbestellmenge (MOQ): 1 FCL (Full Container Load)
Aussehen:Gelbes Granulat
Tanninsäure CAS-Nr. 1401-55-4
Tanninsäure ist ein natürlich vorkommendes pflanzliches Polyphenol und findet sich in nahezu allen oberirdischen Pflanzenteilen. Früher wurde Tanninsäure zur Behandlung von Durchfall, äußerlich zur Wundversorgung von Verbrennungen und rektal zur Behandlung unspezifischer Erkrankungen des Rektums eingesetzt. Aufgrund sichererer und besserer Alternativen wird Tanninsäure heute nicht mehr in der Pharmazie verwendet.
In Gebieten Südafrikas, in denen tanninreiches Sorghum konsumiert wird, wurde eine ungewöhnlich hohe Inzidenz von Speiseröhrenkrebs festgestellt. Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen dem Tanningehalt des Sorghums und dem Auftreten von Speiseröhrenkrebs.
Chemische Eigenschaften der Tanninsäure |
Schmelzpunkt |
218 °C (Lit.) |
Siedepunkt |
862,78 °C (grobe Schätzung) |
Dichte |
1,2965 (grobe Schätzung) |
FEMA |
3042 | Gerbsäure (Quercus spp.) |
Brechungsindex |
1,7040 (Schätzung) |
Fp |
198 °C |
Lagertemperatur |
Lagertemperatur: keine Einschränkungen. |
Löslichkeit |
Ethanol: löslich 100 mg/ml, gelb bis braun |
bilden |
Pulver/fest |
Farbe |
Gelb bis hellbraun |
Geruch |
Geringfügig in Lösung, typische Gerbsäure |
PH |
3,5 (100 g/l, H₂O, 20 °C) |
biologische Quelle |
Synthetik |
Wasserlöslichkeit |
250 g/L (20 ºC) |
Empfindlich |
Luft- und lichtempfindlich |
Merck |
14.9052 |
BRN |
8186396 |
Stabilität: |
Stabil. Unverträglich mit Metallsalzen, starken Oxidationsmitteln, Eisen und anderen Schwermetallen. |
Hauptanwendung |
Pharma-/Biopharma-Prozesse |
Funktionen der Inhaltsstoffe in Kosmetika |
DUFT |
InChIKey |
LRBQNJMCXXYXIU-PPKXGCFTSA-N |
LogP |
13.327 (geschätzt) |
IARC |
3 (Band 10, Beilage 7) 1987 |
EPA-Stoffregistersystem |
Gerbsäure (1401-55-4) |
Sicherheitsinformationen |
Gefahrencodes |
Xi,Xn |
Risikohinweise |
40-62-63-68-36/37/38-52/53 |
Sicherheitshinweise |
24/25-36-26-36/37/39-22-61 |
WGK Deutschland |
2 |
RTECS |
WW5075000 |
Selbstentzündungstemperatur |
980 °F |
TSCA |
TSCA gelistet |
HS-Code |
32019090 |
Speicherklasse |
11 - Brennbare Feststoffe |
Daten zu Gefahrstoffen |
1401-55-4 (Daten zu Gefahrstoffen) |
Toxizität |
LD50 oral beim Kaninchen: 5 g/kg |
Produktverwendung von Gerbsäure (CAS-Nr. 1401-55-4)
Tanninsäure ist ein aus Galläpfeln gewonnenes Pulver, das in Wasser, aber weniger gut in Alkohol löslich ist. Mitte der 1850er Jahre verwendete Major Russell Tanninsäure für das Tanninverfahren zur Herstellung von Trockenkollodiumplatten. Die Kollodiumplatte wurde wie üblich beschichtet und sensibilisiert, das überschüssige Silber anschließend vollständig abgewaschen. Danach wurde eine Tanninsäurelösung auf die Platte aufgetragen und wieder abgewaschen, und der Kollodiumfilm ließ man im Dunkeln vollständig trocknen. Die Tanninplatte konnte vor der Belichtung monatelang aufbewahrt werden. Die belichtete Platte wurde in Pyrogallussäure, Zitronensäure und Silbernitrat entwickelt, um die bei der Präparation abgewaschene Substanz zu ersetzen. Die Belichtungszeiten für Tanninplatten waren bis zu fünfmal länger als für Nasskollodiumplatten, weshalb sie sich nur für Landschaftsfotografie eigneten.
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